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Vorbereitende Versammlung am 4.12.51 zur Gründung des Hohenstaufen-Gaues in GöppingenLeonhard Gröner sen. Altenstadt begrüßte die zahlreich erschienen Schützenkameraden aus den alten Schützengauen, Filstal, Messelstein und Voralb. Insbesondere begrüßte er den früheren Kreisschützenführer vom Mittelschwäbischen Kreisschützenverband Josef Hinterberger aus Straßdorf aufs herzlichste. Er bittet die anwesenden Schützenkameraden sich zu Ehren der im vergangenen Kriege Gefallenen und der in der Zeit von 1942 - 1951 verstorbenen Schützenkameraden von den Sitzen zu erheben. Nachdem laut der Alliierten Militärkommision die Schützenvereine wieder bestehen dürfen, regt sich auch in Württemberg wieder der alte Schützengeist. Ein Arbeitsausschuß arbeitet schon seit längerer Zeit um die Fäden zu den Schützen im ganzen Lande wieder aufzunehmen und um zur gegebenen Zeit selbst das Heft in die Hand zu nehmen und die alten Schützenvereine wieder zu einem großen Verband zusammen zu schließen. Am 30. März 1952 soll in Stuttgart ein Schützentag abgehalten werden, an dem der Württ. Landesverband gegründet wird. In den Arbeitsausschuß sind die Schützenkameraden Josef Hinterberger, Straßdorf, Leonhard Gröner sen. Altenstadt, Christian Ruof, Giengen/Brenz und Erich Spöhrer, Niederstotzingen tätig. Am 18. November 1951 übergab Bundespräsident Theodor Heuss das Zepter dem Präsidenten des Deutschen Schützenbundes Dr. Wehner, Wiesbaden. Die Bundesfahne wurde ein Raub der Flammen. Bis zur Proklamation im Frühjahr soll eine neue Fahne enthüllt werden. Der Bundesbeitrag soll DM 2.00 betragen (einschließlich Versicherung) Ein Schützenkalender des Deutschen Schützenbundes soll das Wesen desselben von 1813 bis zur jetztigen Zeit uns vor Augen führen . Preis DM 1,-- Um ein Bild zu erhalten wie es zur Zeit in den Schützenvereinen aussieht bzw. ob schon alle wiedergegründet sind, bittet der Vorsitzende die einzelnen um Aufschluß. Leonhard Gröner sen. Altenstadt gibt bekannt, daß die Schützenlust wieder gegründet ist. Als Mitgliederzahl nannte er 100, davon 35 Aktive. Die Schießtätigkeit sei rege. Das Schießhaus ist zerstört - abgebrochen. Josef Schmid Reichenbach u.R. meldet 30 aktive Schützen - bei allen große Freude am Schießen! Geiger Donzdorf die Zimmerschützengesellschaft sei untergegangen - alles verkauft. Er hoffe, daß er im Verein mit Oskar Heer wieder einen Verein auf die Beine bringt. Jakob Niess Gingen/Fils 33 Mitglieder. Der Verein wieder gegründet, das Schießhaus zur Zeit noch besetzt. Mit der Gemeinde Fühlung aufgenommen. Jakob Ruckwied Göppingen alle früheren Mitglieder bei der Neugründung dem Verein beigetreten. Das Schießhaus wieder in Besitz bekommen - jedoch noch besetzt. W. Gröner II Geislingen Verein gegründet. Im Mai des Jahres das Schießhaus wieder in Besitz genommen. Schießanlage für Luftbüchsen gebaut - Schießbetrieb schwach. Wilhelm Nägele Ottenbach Ein großes Aber vor der Luftbüchse - wenn gute Gewehre zur Verfügung stehen, dann wird ein Verein gegründet. Das Schützenhaus wurde von der Gemeinde in Besitz genommen. Glaser Boll Verein seit 8 Wochen gegründet, Schießhaus belegt - noch nicht angefangen mit Schießen. Stohrer Eschenbach Verein gegründet - Schießbahn belegt - es muß eine neue gebaut werden. Scheifele Süssen Verein gegründet, 6 Mitglieder - Schießhaus belegt - muß abwarten Kälberer Dürnau Verein gegründet - 30 Mitglieder - Schießhaus noch nicht frei Braig Salach Verein gegründet - Schießhaus belegt - am Zimmerstutzen reges Interesse Hinterberger Straßdorf Kegelgesellschaft gegründet - Unterabteilung Schießen - Schießhaus belegt seit 1948 - mit Behörden wegen Räumung in Verbindung getreten. Nachdem nun alle anwesenden Vertreter der Schützengesellschaften ihr Leid geklagt haben, kamen sie zu dem Entschluß wieder einen Gau und zwar alle drei früheren Gaue in einem großen Gau zu vereinen! Damit wäre bei den Besprechungen mit den Behörden ein größeres Gewicht in die Waagschale zu bringen. Alle anwesenden kamen zu dem Entschluß auf den 27 Januar 1952 eine Versammlung einzuberufen und den Sportschützenkreis Hohenstaufen aus der Taufe zu heben.. Leonhard Gröner sen. dankt allen Anwesenden für ihre Zusage an der Aufbauarbeit des Gaues mitzuarbeiten und bittet am 27. Januar 1952 im gleichen Lokal wieder so vollzählig zu erscheinen und die bis dahin noch neu gegründeten Schützengesellschaften ebenfalls einzuladen. Gründungsversammlung des Sportschützen-Kreises -Hohenstaufen am 27.1.1952 in den Storchenstuben Leonhard Gröner sen. Schützenlust Altenstadt, begrüßte die zahlreich erschienenen Schützenmeister und Kameraden der drei früheren Filstal- Voralb und Messelstein Gaue aufs herzlichste. Die Dachorganisation des Schützenwesens ist voriges Jahr in Köln als Deutscher Schützenbund unter dem Vorsitz Dr. Wehner gegründet worden. Der Württembergische Landesverband, der im geheimen schon über ein Jahr tagt, soll im März dieses Jahres in Stuttgart neu gegründet werden. Leonhard Gröner sen. bittet die Anwesenden sich am 16 März zahlreich an dieser Neugründung zu beteiligen. Was durch den Zusammenschluß schon geschaffen wurde können die Schützenkameraden daraus ersehen, daß der Zimmerstutzen nicht unter die Amnestie fällt und frei ausgeht. Dagegen sollen die Kleinkaliber und Scheibenbüchsen eine Geldbuße bis zu 100,-- DM kosten. Der Arbeitsausschuß des Landesverbandes hat das Gebiet Württemberg in 14 Kreise eingeteilt und bittet alsbald um Meldungen von Gründungsversammlungen. Als Bundesbeitrag wurde pro Jahr vom Deutschen Schützenbund DM 2.50 je Mitglied festgelegt. Der Beitrag gliedert sich in: 1,00 DM Deutscher Schützenbund 0,50 DM Versicherung 1,00 DM Landesverband. Als Sprachorgan des Deutschen Schützenbundes fungiert die neue Deutsche Schützenzeitung. Der Württembergische Landesverband will ebenfalls eine Schützenzeitung herausgeben. Um in Zukunft einen starken Kreis zu haben, bittet Leonhard Gröner sen. sich darüber auszusprechen, ob wieder wie früher die 3 Gaue oder nur ein starker Kreis gebildet werden soll, so wie in der vorberatenden Sitzung im Dezember besprochen. Einstimmig wurde nur 1 Kreis für gut befunden! Somit wurde einstimmig der neue Sportschützenkreis Hohenstaufen gegründet. Als Wahleiter dankte Otto Nägele Ottenbach dem Vortragenden Leonhard Gröner für seine Ausführungen und bittet die Anwesenden mit ihm einig zu gehen und als Kreisschützenmeister Leonhard Gröner zu wählen. Um bei Abstimmungen ein klares Bild zu bekommen und den stärkeren Vereinen Rechnung zu tragen wird beschlossen, daß für 10 gemeldete Mitglieder 1 Stimme abgegeben werden darf. Wahlergebnis: 1. Kreisschützenmeister Leonhard Gröner sen., Altenstadt 2. Kreisschützenmeister Josef Schmid Reichenbach/R. Schriftführer Otto Gröner Altenstadt, Kassierer Leonhard Gröner jun. Altenstadt, Kassenprüfer Otto Bischoff Göppingen und August Schmid Reichenbach u.R. In den Ausschuß wurden sämtliche Schützenmeister der angeschlossenen Vereine berufen, in deren Verhinderungsfall der jeweilige Stellvertreter. Als Beitrag wurde pro Mitglied DM 0,20 festgelegt. Das erste Kreisschießen soll noch in diesem Jahr stattfinden - da sich jedoch kein Verein zur Abhaltung meldet, wird es auf später vertagt. Die im Besitz der früheren Gaue befindlichen Teilermaschinen, Königsketten usw. sollen dem Vorsitzenden mitgeteilt werden, damit bei der Abhaltung eines Preisschießens durch einen Gauverein derselbe die Teilermaschine kostenlos vom Kreis zur Verfügung gestellt bekommt. Damit die Vereine ihre Tätigkeit ausrichten können, will der Kreisschützenmeister besorgt sein die Sportordnungen sobald sie im Druck erscheinen, dieselben den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Nach Schluß der Versammlung erfuhren alle Anwesenden von dem raschen Tod des Schriftführers Karl Maier Göppingen, der am 14. Januar 1952 gestorben war. gez. Otto Gröner Nach dem Tod von Leonhard Gröner sen. im Jahre 1958 übernahm bei der Gauversammlung am 25. Januar 1959 sein Sohn Leonhard Gröner die Führung des Gaues. Im Jahre 1995 übernahm Heinz Späth, Auendorf, am 14. Januar den Gau von Leonhard Gröner, der mit bewegten Worten seinen Kreis in jüngere Hände legte. Bereits am 22. Mai 1995 verstarb Kreisehrenoberschützenmeister Leonhard Gröner plötzlich. Am 24. Januar wurde er unter Teilnahme fast aller Kreisvereine mit ihren Fahnen zu Grabe getragen. |
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